Grüß Gott...

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Brief zum Sonntag
24.1.2021

Liebe Gemeinde!

Trump

Dieses schöne Bild war am Donnerstag in der Süddeutschen – es zeigt unglaubliche Erleichterung und eine große hoffnungsvolle Dynamik.
Es geht auch mir so, dass ich sehr erleichtert bin, dass offenbar wieder ein vernünftiger Mensch im Weißen Haus einzieht. Die Bilder von der Amtseinführung haben auch Hoffnung geweckt, obwohl nicht Tausende von Menschen jubeln konnten. Gerade deshalb hat es Mut gemacht, denn es war einfach klar: es geht jetzt darum, diese Welt wieder ein bisschen gerade zu rücken.

Wir brauchen das so sehr, dass die Welt wieder ein bisschen gerade rückt. Der Lockdown ist verlängert, die schlimmen Nachrichten aus der Welt reißen nicht ab – es ist nicht einfach, die Hoffnung aufrecht zu erhalten. 
Doch wenn wir resignieren, dann kann es gar nicht weitergehen.

Gott sagt uns zu: wenn dir die Kraft ausgeht, mein Kind, dann übergib einmal eine Weile an mich.
Wenn wir also nicht mehr können, dann bleibt für uns noch die Möglichkeit, im Vertrauen auf Gott weiter zu gehen. 
Wenn uns die Kraft ausgeht, können wir darauf hoffen, dass Gott übernimmt.

Das sieht vielleicht manchmal ein bisschen anders aus als wir uns das vorstellen. 

Wenn ich mir zum Beispiel Sorgen mache, weil die Kinder eventuell durch diese Zeit jetzt Nachteile haben, dann kann ich auch darauf vertrauen, dass alle das gleiche Problem haben und dass sich daraus auch Wege ergeben werden. Vielleicht verändern sich ja auch durch das alles einmal Maßstäbe in der Welt – Maßstäbe, die uns alle so unter Druck setzen. 

Natürlich gibt es Vieles, das auch an die Existenz geht, das auch sehr schwere Sorgen macht – und es ist nicht immer ein Ausweg zu sehen.
Doch wenn wir zusammen darauf vertrauen, dass wir weitergehen können, dann finden wir auch Wege, einander zu helfen. Dann regiert nicht Bitterkeit, sondern Solidarität.
Dann bleibt die Hoffnung, die uns zusammen hält.

Ich wünsche Ihnen von Herzen Gottes Segen!

Ihre Pfarrerin Irene Geiger-Schaller