Konfirmation

Einmalige Konfirmationen im Herbst

Liebe Konfi-Eltern, liebe Konfis,
am 17. und 18. Oktober 2020 wollen wir die Konfirmationen feiern und wir haben lange überlegt, wie das überhaupt möglich ist.
 
Die Corona-Situation, die auch für Herbst nicht absehbar ist, setzt uns ja klare Grenzen. Die Anzahl der Teilnehmenden darf nicht zu hoch sein und der entsprechende Abstand muss eingehalten werden. In unserer Kirche Zum Guten Hirten bedeutet das im Augenblick, mit etwa 35 Personen feiern zu können. Eine Konfirmation in St. Bartholomäus würde ca. 100 Personen die Teilnahme ermöglichen. Wenn wir die Konfirmationen mit Konfi-Gruppen von ca. 13 feiern wollten, wäre das kaum möglich, bzw. würde das bedeuten, dass nur ganz wenige Familienmitglieder und Verwandte wirklich daran teilnehmen könnten.
 
Wir haben von Seiten der Konfis immer wieder gehört, wie wichtig es ihnen ist, dass gerade die Familie mitfeiert und viel Verwandtschaft da sein kann. Das freut uns sehr, dass viele diesen Wunsch nach der Familie im weitesten Sinne geäußert haben. Das wollen wir jetzt auch möglich machen und so haben wir uns eine Form überlegt, die wir so in Oberhaching noch nie gefeiert haben und die insofern auch wieder etwas ganz Besonderes ist. Diese Form macht es möglich, dass so gut wie alle Ihre Gäste, die aus Nah und Fern anreisen, auch bei der Konfirmation mitfeiern können.
 
In Arbeitsgruppen unserer Landeskirche kam schon mal der Gedanke, statt eines großen Gottesdienst bei der Konfirmation miteinander eine Art Stationen-Weg zu begehen. Dieses Modell haben wir jetzt auf Oberhaching ganz besonders zugeschnitten.
Konfirmation heißt ja, sich für einen bestimmten Weg des Lebens zu entscheiden, aber auch Stärkung für diesen Weg zu bekommen. So wird uns auch das Weg-Motiv begleiten und wir laden Sie ein, sich bei der Konfirmation nun selbst zusammen mit Ihrer (Groß-)Familie und Ihrer Konfirmand*in auf einen Weg zu machen, der über verschiedene Stationen rund ums Gemeindezentrum führen wird.
 
Konkret heißt das: Jede Familie startet im Abstand von 15 Minuten um eine festgelegte Uhrzeit im UG des Gemeindehauses. Der Weg führt dann von Station zu Station. Jede Station ist Teil des Gottesdienstes. Es ist ein Team von Kirchenvorsteher*innen, Tutor*innen und Liturg*innen, das jede Station dann auch zu einem besonderen Erlebnis werden lässt, bis der Weg schließlich in die Kirche zur Segnung selber führt. Insgesamt wird jede Familie dabei ca. eine Stunde unterwegs sein.
 
Wir achten bei der Einteilung darauf, dass die Konfis entsprechend ihrer Einteilung (Samstagvormittag, Samstagnachmittag, Sonntagvormittag) dann auch diesen Weg mit ihrer Verwandtschaft gehen können, so dass es keine Probleme mit den Restaurants gibt. Die genaue Zeiteinteilung werden wir noch verschicken. Außerdem wird dieser Weg bei alle Wetterlagen möglich sein.
 
Diese Form, die wir hier mit Ihnen ausprobieren, wird sicher unvergesslich sein. Wir hoffen aber vor allem auch, dass jede/r Konfirmand*in dabei spüren kann, dass es um sie/ihn ganz persönlich geht, und wie schön es ist, Menschen aus Familie und Verwandtschaft bei sich und um sich zu haben, die einen begleiten.
Ob wir einen Vorabendgottesdienst nur mit den Konfis mit Abendmahl feiern werden, müssen wir noch klären. Auf alle Fälle wäre es schön, wenn wir dann 2021 noch einen großen Gottesdienst feiern könnten, in dem alle Konfis nochmals dabei sind und sich als Gruppe erleben dürfen.
 
Wir hoffen sehr, dass Sie und Ihr alle bereit seid, euch mit uns auf diese Weise wirklich auf den Weg zu machen. Vielleicht erleben wir damit auch, wie bei aller Enttäuschung, dass Gewohntes nicht mehr stattfinden kann, uns plötzlich etwas ganz Neues geschenkt wird, was wir vorher nie geahnt hätten.
 
Mit herzlichen Grüßen,
Irene Geiger-Schaller, Elke Zahler und Karsten Schaller
 

Konfirmation

„Die Eltern entscheiden, ob man getauft wird. Aber man selbst entscheidet, ob man konfirmiert werden soll.“ Anna, 13, aus München auf die Frage, was Konfirmation für sie bedeutet.

Eigene Entscheidungen zu treffen – das gehört dazu, wenn Menschen erwachsen werden. In der Kirche ist der Startpunkt für das Erwachsensein die Konfirmation. In der Konfirmation bestärken die Jugendlichen selbst, dass sie zu unserer Kirche gehören wollen. Zum ersten Mal sagen sie selbst "Ja" zum christlichen Glauben. Darum wird dieser Tag groß gefeiert.

Es ist wichtig, sich mit den Inhalten unseres Glaubens auseinanderzusetzen, um die Entscheidung dann auch wirklich treffen zu können. Dafür gibt es den Konfikurs.

Wer nimmt am Konfikurs teil?
Alle Jugendlichen, die sich dafür entscheiden.

Muss man getauft sein?
Nein. Wir freuen uns auch über Nicht-Getaufte, die sich im Konfikurs mit den Themen Glauben und Religion auseinandersetzen möchten. Die Entscheidung für oder gegen eine Taufe ergibt sich dann im Laufe des Kurses. Auch Getaufte müssen erst im Laufe des Kurses eine Entscheidung treffen, ob sie konfirmiert werden wollen oder nicht.

Wo kommen die Konfis her?
In der Regel sind es Oberhachinger. Sie sind evangelisch und gehören zu unserer Gemeinde. Manchmal sind im Kurs auch Jugendliche, die in Oberhaching zur Schule gehen und woanders wohnen.

Wie alt sind die Konfis?
Das klassische Konfirmandenalter liegt bei 13 zu Beginn des Kurses und 14 zum Zeitpunkt der Konfirmation, meistens sind die Konfis in der 8. Klasse.

Wie lang dauert der Konfikurs?
In unserer evangelischen Gemeinde Zum Guten Hirten in Oberhaching beginnt der Konfikurs mit einem Konficamp im Juli, bei dem 9 Gemeinden unserer Region teilnehmen. Das sind dann 300 Konfis auf einem großen Zeltplatz in Thalmässing. Der Kurs endet mit der Konfirmation im Mai des darauffolgenden Jahres. Also dauert der Kurs ungefähr ein Jahr. Wir haben - mit Ausnahmen - wöchentliche Treffen. Während der Schulferien finden sie nicht statt.

Muss ich jedes Mal kommen?
Weil wir wissen, dass Jugendliche heute durch Schule und verschiedene Aktivitäten in hohem Maße gefordert sind, führen wir eine zeitgemäße und abwechslungsreiche Konfirmandenarbeit durch. Um die Gemeinschaft zu erleben, den Anschluss nicht zu verpassen und die Themen fundiert diskutieren zu können, ist es sinnvoll, jede Woche zu kommen.

Was ist das Ziel des Konfikurses?
Uns ist es wichtig zu vermitteln, dass Glaube eine tragfähige Basis des Lebens ist und unsere Gemeinde ein Raum der Geborgenheit und Freiheit. Wir möchten euch die Freude weitergeben, die wir selber erfahren haben. Für uns ist der Glaube eine Sprache, die hilft, Sachen auszudrücken, die sonst nicht so leicht zu erklären sind. Weil man Gefühle, seine Wünsche und Träume, aber auch, was einem als Last auf dem Herzen liegt, in dieser Sprache sagen kann. Vielleicht ist das ein bisschen so wie mit dem Vater Unser: Manchmal hat man eigene Worte im Gebet und manchmal braucht man Worte, die andere schon formuliert haben und die perfekt passen.

Wie melde ich mich an?
Wir schreiben alle evangelischen Jugendlichen in Oberhaching an, die 12 oder 13 sind. Diesen Brief mit Anmeldeformular und Terminliste erhalten die Familien ungefähr Mitte Mai und können sich dann anmelden. Das aktuelle Anmeldeformular können Sie auch hier herunterladen und ans Pfarramt schicken.
Wer nicht evangelisch ist und trotzdem teilnehmen möchte, ruft einfach im Pfarramt an und erhält die Unterlagen: 089.613 1781, gerne auch per Mail: pfarramt.oberhaching@elkb.de