Dr. Regine Kellermann

Dr. Regine Kellermann

Dr. Regine Kellermann ist seit dem 1. Juni unsere neue Vikarin. Sie wird in unserer Kirchengemeinde ihre Ausbildung zur Pfarrerin fortsetzen und bis Februar 2020 bei uns bleiben.

Frau Kellermann, wir freuen uns sehr, dass Sie bei uns in der Kirchengemeinde als Vikarin arbeiten werden. Wie sind Sie auf Oberhaching gekommen?
Wo man eingesetzt wird, kann man sich nicht aussuchen, das entscheidet das Predigerseminar. Aber ich freu mich total, dass es Oberhaching geworden ist. Ich kannte Karsten Schaller ja schon von der Tansania-Arbeit, da ich bei der Evangelischen Jugend im Prodekanat West die internationalen Jugendbegegnungen mit Tansania und El Salvador geleitet habe. Seither haben wir ab und zu zusammengearbeitet. Im August 2016 habe ich dort aufgehört und in Neuendettelsau das Studium zur Pfarrverwalterin angefangen.

Welche Schwerpunkte wollen Sie in Oberhaching setzen?
Erstmal gibt es vieles, was ich noch lernen muss, etwa Kasualien, Trauungen, Beerdigungen und Gottesdienste. Die Konfirmandenarbeit wird ein Schwerpunkt sein und es wird ein Gemeindeprojekt geben, bei dem ich ein thematisches Projekt durchführen werde. Was genau, das steht noch nicht fest. Ich werde sicherlich auch in der Seelsorge tätig sein und werde ev. ein Altenheim speziell betreuen. Außerdem möchte ich etwas aus meinen interkulturellen Erfahrung in die Gemeinde einbringen.

Wie oft werden wir Sie in Oberhaching sehen?
Es ist eine volle Stelle, 48 Stunden pro Woche. Ich werde bei Gottesdiensten, der Konfirmandenarbeit, Taufgesprächen usw. dabei sein. Ich werde auch bestimmt in Gremien und Ausschüssen mitmachen, aber wo ich länger bleibe, das muss sich noch zeigen. Das Vikariat ist ja wie ein Referendariat in der Schule, d.h. ich bin hier in der Gemeinde für das Predigerseminar und mache dann immer wieder theoretische Ausbildungsblöcke, zu denen ich dann in Nürnberg sein werde.

Die Ausbildung zur Vikarin haben Sie vergleichsweise spät begonnen. Wie kam es dazu?
Ich war zehn Jahre mit meinen Kindern daheim. Ich habe vier eigene Kinder und zwei sind über meine zweite Ehe dazu gekommen. Inzwischen sind sie alle erwachsen. Ab 1997 hab ich in Augsburg einen Magisterstudiengang mit Hauptfach Theologie gemacht, dazu allgemeine Pädagogik und Psychologie. Ab 2002 war ich kirchliche Jugendreferentin in Unter- und Oberschleißheim, von 2007 bis 2016 dann bei der Evangelischen Jugend München für internationale Jugendbegegnung und interkulturelle Bildung zuständig. Eines Tages kam mein Mann nach Hause und meinte, dass wieder Pfarrverwalter gesucht werden. Ich habe dann einen Assessment-Tag mit Rollenspielen, Tests usw. gemacht und bin für die Pfarrverwalter-Ausbildung zugelassen worden. Die Prüfer waren sich alle einig, dass ich geeignet bin. So ging es dann los.

Was macht ihnen bei der Ausbildung besonders Spaß?
Ich halte gerne Gottesdienste. Ein paar Leute haben mir gesagt, dass sie gern in meine Gottesdienste kommen, das ist schön.

Haben Sie eine Lieblingsstelle in der Bibel?
Zur Zeit beschäftigt mich die Rettung der Israeliten am Schilfmeer, wo sie bis zum letzten Moment warten mussten. Wie lange wartet Gott eigentlich, bis er einem hilft? Das Warten kann zu einer echten Herausforderung werden, aber die Hilfe kommt dann. Man muss warten, aber sie kommt. Ich bin sehr gerne in der Natur, da spürt man den Wert der Schöpfung.

Worauf freuen Sie sich als nächstes?
Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit Karsten Schaller, Irene Geiger-Schaller und Elke Zahler. Ich freue mich auf die Ehrenamtlichen in Oberhaching, die mir sehr engagiert scheinen. Ich freu mich auf alles, alles außer auf den Stau auf dem mittleren Ring, wenn ich aus Pasing komme.

Ich habe gehört, dass der Kontakt zu der schwedischen Gemeinde, die uns seit zwei Jahren besuchen, über Sie gekommen ist. Stimmt das?
Ja, der Kontakt kam über mich zustande. Mein Mann ist im Landeskirchenamt zuständig für die Partnerschaft mit der Diözese Skara. Daher kannte ich auch einige Leute in Schweden. Mit der Evangelischen Jugend München waren wir schon zwei Mal dort und haben mit einer Gruppe an einem Pilgerprojekt teilgenommen. Da kam die Anfrage aus Schweden von dem internationalen Konfikurs, sie wollten eine Gemeinde im Raum München besuchen und die Konfiarbeit hier kennenlernen. Da ist mir Karsten dann eingefallen und wie wir wissen, hat der Besuch ja bestens geklappt.

Vielen Dank für das Gespräch. Für ihren Dienst in Oberhaching wünschen wir Ihnen alles Gute und Gottes Segen!

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